Jürgen Klinsmann kennt die Herausforderungen als Bundestrainer nur zu gut. Zwei Jahre lang war er verantwortlich für die deutsche Nationalmannschaft. Unter ihm gelang dem DFB-Team das Sommermärchen 2006 mit Platz drei bei der Heim-WM.
Vor dem Turnier allerdings war die Stimmung schlecht und angespannt. Kurz vor dem Start wurde medial sogar seine Entlassung gefordert.
Doch Klinsmann ging unbeirrt seinen Weg. Er entzog sich sogar bewusst der ständigen Rechtfertigung in Deutschland. „Kalifornien hat mir immer gutgetan. Sie leben im Jetzt und im Morgen. Da wird nicht großartig diskutiert, was gestern war oder was in der Vergangenheit war. Du musst dich für nichts rechtfertigen. Sie haben eine Kultur des ständigen Nach-vorne-Gehens. Mir hat das immer gutgetan. In den zwei Jahren, die ich Bundestrainer sein durfte, bin ich über 40-mal hin und her geflogen, weil ich mich dem entziehen wollte, dass ich mich jeden Tag für alles rechtfertigen muss. Das kostet unglaubliche Energie. So habe ich mich davon befreit.“
Klinsmann erzählt von den Extremen, die er als Bundestrainer aushalten musste. Er verrät, wie er Nominierungen bis in die Nacht mitgenommen hat und wie schwer es ihm gefallen ist, Spielern mitzuteilen, dass sie nicht mit zum Turnier fahren werden.
Im Gespräch mit Sebastian Hellmann sprüht Jürgen Klinsmann vor allem vor Zuversicht mit Blick auf die WM 2026. Diese wünscht er sich auch von allen Fans: „Ich sage immer: Kreierst du ein schlechtes Karma, bekommst du schlechtes Karma. So war es mit Russland und Katar. Und jetzt hoffe ich, dass wir ein gutes Karma für die WM in den USA, Mexiko und Kanada kreieren, dass wir positiv hineingehen. Dass wir es voller Vorfreude, voller Lust und positiver Gedanken anpacken. Ich hoffe, dass dieser Mannschaft geholfen wird, Erfolg zu haben. Ich wünsche mir, dass wir der Mannschaft so viele positive Gedanken und Unterstützung wie möglich geben, damit sie dieses Abenteuer WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko angeht.“
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