
Italiener in New York
04/1/2026 | 35 min
Einfach auf den Punkt gebracht, wurde New York zu dem gemacht, was es heute ist, von Iren, Juden, Deutschen … und Italienern. Für diesen Hintergrund stehen ikonische Namen wie beispielsweise Frank Sinatra, Robert De Niro oder Al Pacino. Aus unterschiedlichen Gründen hat es mehrere Einwanderungswellen aus Italien nach New York gegeben: Ende des 19.Jahrhunderts, während des Zweiten Weltkriegs und nach 1945. 2013 hieß es, dass gut 17 Millionen US-Amerikaner italienische Wurzeln haben. In der Stadt und im Staat New York ist ihre Zahl besonders groß, die Angaben variieren zwischen zweieinhalb und drei Millionen. Die Italiener haben sich im Stadtbild verewigt: Vielen New York-Reisenden wird er etwas sagen: der Columbus Circle am Central Park. Dort steht Kolumbus auf einer Säule: Der Mann aus Genua, der Amerika „entdeckt“ hat. Die große Brücke zwischen Brooklyn und Staten Island ist nach dem berühmten Entdecker Giovanni da Verrazzano benannt. Wer möchte, kann im Stadtbezirk Queens auf dem LaGuardia-Flughafen landen. Dieser ist nach Fiorello La Guardia benannt, New Yorks erstem Bürgermeister mit italienischen Wurzeln. https://www.ardaudiothek.de/sendung/grosse-geschichten-ard-literatur-hoerspiele/urn:ard:show:de76181e5527c837/

Türkische Riviera: Sonne, Strand und auch Kulturliebe
02/1/2026 | 34 min
In der Türkei lautet das Motto: All-Inclusive - Gastfreundlichkeit, warme Temperaturen im November, und tolle Sandstrände. Egal in welcher Hotelkategorie: Wer günstig Strandurlaub machen will, ist an der türkischen Riviera richtig. 20 Millionen Gäste lassen es sich jedes Jahr auf den Sonnenliegen bei Antalya und Umgebung gut gehen. Besonders schön: Der weiße Sandstrand in Side. Hier gibt es auch Kultur und Abenteuerurlaub: Sides Altstadt begeistert mit einem antiken griechisch-römischen Theater und einem Apollotempel – erbaut durch die Sklaven der Römer im 1. Jahrhundert nach Christus. Auch ein Abstecher nach Manavgat, wo die Wasserfälle und ein Raftingausflug warten. Die Menschen sprechen überwiegend deutsch und englisch. Nur beim Essen und Trinken sollten Urlauber vorsichtig sein. Gut verdauliche kontinentaleuropäische Küche gibt es auch bei einer Hotelkategorie von 5 Sternen nicht immer „safe“. Hier sollte man unbedingt im Reisebüro oder bei Bekannten fragen und sich vorab Infos über deren Erfahrungen holen. Absolut sehenswert ist das Antalya Aquarium, das ein Lübecker in Leben gerufen hat. Es gibt insgesamt 64 Becken mit einem Wasservolumen von 6.800 Kubikmetern und dem größten Tunnelaquarium der Welt: Es ist in der Mitte 131 Meter lang und 3 Meter breit. Die Dekoration wurde vom italienischen Bildhauer Benedetti in Afrika entworfen und enthält lebensgroße Trümmer von Flugzeugen, Schiffen und U-Booten. Reportagen von Dr. Thorsten Philipps

Kultur in Miami Downtown
21/12/2025 | 26 min
Die eigentliche Stadt Miami – „Miami Downtown“ – steht ein wenig im Schatten ihrer kleineren Schwester vor der Küste, Miami Beach. Denn meistens ist South Beach das Hauptziel von Florida-Besuchern. Aber auch in der Innenstadt, jenseits von Strand und Ozean, blüht in der Metropole ein reges kulturelles und ethnisch vielfältiges Leben. Tausende von Exilkubanern haben dort eine neue Heimat gefunden, und der Design District hat sich in den vergangenen Jahren zur neuen Anlaufstelle für Museen und Kunst gemausert. Und auch für Buchliebhaber gibt es in Downtown Miami eine Adresse. Der Autor hat mehrere Jahre in Miami gelebt und ein paar kulturelle Besonderheiten von Miami, abseits des Tourismustrubels, zusammengestellt. Tipp aus der ARD Mediathek zu Florida: https://www.ardmediathek.de/video/reisen/welcome-to-miami-von-floridas-ostkueste-bis-zu-den-everglades/hr/M2MyOTY0OTAtZGU3Yy00MzZhLWJiZDYtOTAyYjQzODI4MmY5

Geschichte im Wandel - Kurztrip nach Nantes und Lyon
14/12/2025 | 34 min
Oft weht ein frischer Wind vom Atlantik die Loire entlang bis nach Nantes, daher macht man sich am besten im Zwiebellook auf die Entdeckung einer der spannendsten Städte Frankreichs. Denn nach dem Zusammenbruch der Werften und zuarbeitender Industrien musste sich Frankreichs heute sechstgrößte Stadt neu erfinden- das Rezept dafür: Kunst und Kultur. So verwandelt die Veranstaltungsreihe „Le Voyage à Nantes“ die Stadt jeden Sommer in eine bunte Open-Air-Galerie, viele von den Skulpturen und Installationen bleiben. Einer grünen Linie auf dem Boden folgt man von Kunstwerk zu Kunstwerk. So spaziert seit über 15 Jahren ein 12 Meter großer Elefant mit „Passagieren“ über das Gelände und in einer Halle können Besucher weitere Tiere wie einen gigantischen Reiher, einen Kolibri und eine Spinne bestaunen. Sie sind Teil eines neuen Projekts , des „Arbre Héron“, des „Reiherbaums“. Noch ist allerdings unklar, ob und wann das Ganze umgesetzt werden kann. Ein weiteres Projekt aber nimmt langsam konkretere Formen an- dem berühmtesten Sohn der Stadt, dem Schriftsteller Jules Verne, soll voraussichtlich 2028 ein neues großes Museum gewidmet werden. Fünf Stunden etwa dauert die Bahnreise von Nantes nach Lyon, der Hauptstadt der Region Auvergne-Rhone-Alpes, die an den Flüssen Rhone und Saône liegt. 1998 erklärte die UNESCO große Teile des historischen Stadtzentrums zum Weltkulturerbe - auch weil in der Altstadt Vieux Lyon eine sehr homogene historische Bebauung erhalten ist. Mit der Standseilbahn kann man hinauf auf die Colline de la Fourvière fahren – oben wartet bei gutem Wetter eine fantastische Aussicht über die ganze Stadt. Wer es etwas ruhiger haben möchte, sollte einen Abstecher ins Viertel Croix-Rousse machen, auf den anderen Hügel in Lyon. Hier lebten und arbeiteten die Seidenweber seit dem frühen 19. Jahrhundert, im Museum „Maison des Canuts“ gibt es Vorführungen an alten Webstühlen. Ein paar U-Bahn-Stationen weiter können sich Film- und Kinointeressierte auf die Spuren der Brüder Lumière begeben- im Viertel Monplaisir ist in der einstigen Lumière-Villa ein Museum untergebracht. In dem unter anderem Kurzfilme aus dem endenden 19. Jahrhundert zu sehen sind- und natürlich der erste Lumière-Film von 1895: „La Sortie de l’Usine Lumière à Lyon“. Reportagen von Sabine Loeprick Link zu "Alles in Butter" https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:99a32dd5118b2d04/ (00:00:00) Intro (00:00:11) Begrüßung (00:01:35) Vorstellung der Reiseroute: Nantes und Lyon (00:03:54) Nantes: Überblick und Geschichte (00:16:01) Anreise nach Lyon & Altstadtbesuch (00:32:48) Fazit und Reiseempfehlung (00:33:26) Outro

Mit dem Rad durch Estland
12/12/2025 | 28 min
Estland ist ungefähr so groß wie Niedersachsen, doch es leben nur 1,3 Millionen Menschen dort. In dem dünn besiedelten Land im Baltikum gibt es sechs Nationalparks, also viel Natur: Moore, Wälder und natürlich die Ostseeküste. Außerdem ist Estland für seine Herrenhäuser bekannt: Prachtbauten der Deutschbalten, die bis ins 20. Jahrhundert die Oberschicht bildeten. Jetzt dienen diese Gebäude als Schulen, Museen, Hotels oder Verwaltungszentren. Im Matsalu-Nationalpark im Westen Estlands lassen sich im Frühling unzählige Vögel beobachten. Das Gebiet im Flussdelta und an der Ostsee bietet Zugvögeln einen reich gedeckten Tisch. Die Gegend wurde schon im 13. Jahrhundert von Deutschen besiedelt, die zum Missionieren herkamen. Deshalb gibt es hier einige Herrenhäuser und in einem ist heute das Zentrum des Nationalparks untergebracht. Auf der Insel Saaremaa wird ein verfallenes Gutshaus gerade wieder zum Leben erweckt. Unter dichtem Gestrüpp steht nur noch die Fassade des Gutshauses Pihtla, die Seitenwand ist kürzlich auch eingestürzt. Priit wollte dem Verfall nicht länger zu sehen. Hauptberuflich ist er Kriminalermittler in der Inselhauptstadt Kuuressaare. Er legt jetzt selbst Hand an, um das Haus wiederaufzubauen. Die estnische Hauptstadt Tallinn besuchen viele wegen der gut erhaltenen Altstadt aus dem Mittelalter. Alte Kaufmannshäuser der Hanse säumen enge Gassen. Doch Tallinn hat weit mehr zu bieten: Mit dem Fahrrad besuchen wir Gemeinschaftsgärten im Stadtteil Lasnamäe, besichtigen Freiluftgalerien im Künstlerquartier Telliskivi und in Kalamaja lenken wir den Blick von den typischen Holzhäusern auf den Boden: zu den Kanaldeckeln, die hier interessante Informationen bereithalten. Petra Martin war für uns in Estland unterwegs. Filmtipp in der ARD Mediathek: "Tallinn - Da will ich hin" - ein Dokumentarfilm https://www.ardmediathek.de/video/da-will-ich-hin/tallinn-da-will-ich-hin/sr/Y3JpZDovL3NyLW9ubGluZS5kZS9EV0lIXzE2MDkyMw



Zwischen Hamburg und Haiti