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  • Myanmar: Vom friedlichen Aufstand zum Bürgerkrieg
    Die Hoffnung war gross. Nach Jahrzehnten der Militärdiktatur begann sich Myanmar vor zehn Jahren zu öffnen. Friedens-Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gewann die Wahlen und die Wirtschaft fing an zu wachsen. Jetzt aber hat sich das Militär zurück an die Macht geputscht und Gewalt macht sich breit. Am 1. Februar 2021 änderte sich alles auf einen Schlag. Das burmesische Militär übernahm wieder die Macht, stellte Aung San Suu Kyi und andere Politiker unter Hausarrest und deckte sie mit Prozessen ein. Festnahme folgte auf Festnahme. Die Bevölkerung fing sofort an, sich zu wehren. Die Protestkundgebungen wuchsen zu einer grossen Volksbewegung an. Die Leute waren voller Optimismus, dass es ihnen mit den friedlichen Massenprotesten gelingen würde, das Militär zur Umkehr zu zwingen. Die vom Militär entmachteten Politikerinnen und Politiker gründeten eine Untergrundregierung und riefen zum Streik und zu zivilem Ungehorsam auf. Doch das Militär zog die Schraube der Repression immer mehr an. Bald fielen die ersten Schüsse auf Demonstranten, die friedlichen Proteste versiegten. Hunderte Menschen wurden getötet, Tausende inhaftiert. Politiker, Aktivistinnen und Journalisten sind auch im Untergrund nicht mehr sicher. Viele sind in die Gebiete geflüchtet, die von Rebellenverbänden unterdrückter Minderheitsvölker kontrolliert werden. Von dort aus versuchen sie, alle Widerstands-Bewegungen zu bündeln und den bewaffneten Aufstand im ganzen Land zu organisieren. Aber das Militär ist ein starker Feind. In der Sendung kommen Politiker, Aktivistinnen und Journalisten aus Myanmar zu Wort. Die einen im Exil im benachbarten Thailand und die anderen via Internet aus ihren Verstecken im Land selbst. Sie erzählen, wie sie die Zeit seit dem Militärputsch erlebt haben und wo sie ihr Land jetzt sehen.
    10/16/2021
    32:07
  • Shalom aleikum – wie Israel und Marokko sich näherkommen
    Eine Million Israelis haben marokkanische Wurzeln: In Marokko gab es einst Städte, in denen mehr Juden als Muslime lebten. Marokko versucht dieses kulturelle Erbe wiederzubeleben und hat sogar die diplomatischen Beziehungen zu Israel normalisiert – dahinter stecken auch Eigeninteressen. Ende letzten Jahres wurde Israel von Marokko diplomatisch anerkannt. Zu keinem anderen arabischen Land sind die kulturellen Bande des «Judenstaats» so eng: Auf dem jüdischen Friedhof der marokkanischen Hafenstadt Essaouira ist das älteste Grab mehr als 500 Jahre alt, erzählt Friedhofswärter Mouhcine Aarouche. Noch sein Grossvater habe im jüdischen Viertel der Stadt mit Juden zusammengearbeitet. Die Staatsgründung Israels und die nachfolgenden Kriege nahmen zehntausenden Familien aus Palästina ihre Heimat, sie entwurzelten aber auch die meisten Jüdinnen und Juden in den arabischen Staaten. Besonders viele in Marokko: Vor der Staatsgründung Israels waren zehn Prozent der marokkanischen Bevölkerung jüdisch. Die ältere Generation in Essaouira erinnert sich, wie die Nachbarn in den 50er und 60er Jahren die Koffer packten und das Land Richtung Israel verliessen. Marokko hat angefangen, Synagogen zu restaurieren, der König höchstpersönlich eröffnet jüdische Zentren. In der neuen Verfassung Marokkos wird das jüdische Erbe des Landes ausdrücklich anerkannt. In den Schulen soll die Geschichte des jüdischen Marokkos Bestandteil des Lehrplans werden. Dass Marokko Ende 2020 soweit ging, diplomatische Beziehungen zu Israel aufzunehmen, hat aber auch mit Donald Trump zu tun. Der damalige US-Präsident stand Pate, als Marokko, kurz nach den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain, die Beziehungen zum «Judenstaat» normalisierte. Es ging dabei nicht nur um Friedenssuche, sondern auch um Wirtschaftsinteressen, ja selbst Marokkos Anspruch auf die Westsahara. Die Reportage über eine komplexe Annäherung, mit Stimmen aus Israel und Marokko.
    10/9/2021
    27:47
  • Brasiliens Polizei: «Entweder wir töten sie oder sie töten uns.»
    Keine Polizei auf der Welt tötet mehr Menschen als die in Brasilien. Letztes Jahr stellte sie mit über 6'400 Opfern sogar einen neuen Rekord auf. Bei blutigen Razzien in den Favelas werden auch viele Unschuldige getötet. Die Mehrheit der Bevölkerung kümmert das wenig. Fast alle Opfer sind schwarz. Das bisher grösste Blutbad richtete die brasilianische Polizei dieses Jahr im Mai im Armenviertel Jacarezinho von Rio de Janeiro an. Begleitet von Panzerwagen und Helikoptern rückten am frühen Morgen 250 schwer bewaffnete Polizisten in die Favela vor. Am Ende der Razzia waren insgesamt 28 Menschen tot. Die Polizei und die verantwortlichen Politiker sagen, man habe es mit Drogenbanden zu tun, die bis auf die Zähne bewaffnet seien. Wenn die Polizisten nicht töteten, würden sie selbst getötet. In der Bevölkerung stösst das gewaltsame Vorgehen in den Favelas mehrheitlich auf Zustimmung. Trotz der vielen unschuldigen Opfern gibt es keinen Aufschrei der Entrüstung über Aktionen wie die in Jacarezinho. Unverhältnismässige Gewalttaten der Polizei bleiben straflos. Sie werden von der Polizei selbst untersucht und Akten werden oftmals unter Verschluss behalten. Die Straflosigkeit wird auch von der Politik gedeckt. Gerade Staatspräsident Jair Bolsonaro sieht in jährlich 6'000 Opfern von Polizeigewalt kein Problem. Er sagte, man solle besser 200'000 Verbrecher töten. Dass es auch ohne übertriebene Polizeigewalt gehen würde, zeigte vor ein paar Jahren der Versuch mit einer Befriedungspolizei in Rios Favelas. Im Kampf gegen die Drogenbanden setzte sie auf das Vertrauen der Menschen in den Armenvierteln, anstatt sie insgesamt als Feinde zu behandeln. Warum ist dieses Experiment gescheitert? Was sagen Menschen in den Favelas zur Polizeigewalt? Und was hat diese mit Rassismus zu tun? Antworten in der Reportage aus Rio de Janeiro.
    10/2/2021
    27:29
  • Die Stadt Mariupol – ein Aschenputtel im Südosten der Ukraine
    Mariupol liegt wunderschön. Mit ihren Stränden und historischen Bauten könnte die Stadt Badeort und Touristenmagnet sein. Doch sie ist nicht weit entfernt von der Frontlinie zu den russischen Aufständischen im Osten der Ukraine und zwei riesige Stahlwerke hüllen die Stadt oft in eine Giftwolke. Sollen wir bleiben oder wollen wir gehen? Das fragen sich viele in Mariupol. Das Leben in der Stadt am Asowschen Meer ist hart. Ein Fünftel der Bevölkerung sind Flüchtlinge aus dem nahen Kriegsgebiet im Osten der Ukraine. Der Warenhandel über den Hafen von Mariupol leidet unter den Kriegsfolgen und viele kommen mit ihrem Einkommen nur schlecht über die Runden. Auch die ökologischen Auswirkungen der Schwerindustrie machen der Stadt zu schaffen. Die zwei Stahlwerke Mariupols gehören zu den grössten solchen Industrieanlagen weltweit. Sie sind in Besitz eines der reichsten Oligarchen des Landes, Rinat Achmetow. Seine Kritiker werfen ihm vor, dass er weit weg in millionenschweren Luxuspalästen wohnt, aber kaum etwas investiert, um die Luft in Mariupol erträglich zu machen. Vor allem in der Nacht hüllen die Stahlwerke Achmetows die Stadt in eine giftige Wolke. Trotz all der widrigen Umstände oder gerade ihretwegen gibt es in Mariupol eine lebendige Szene von jungen Aktivisten, die sich dafür einsetzen, dass das Leben in der Stadt besser wird. Die Reportage aus Mariupol zeigt die Probleme aber auch das Potential der Stadt und was ihre Bevölkerung daraus macht.
    9/25/2021
    24:25
  • Mehr Schatz als Last: Japan deutet das Alter um
    Japan hat die älteste Bevölkerung der Welt. Aber in Japan bleiben die Menschen länger gesund und fit als anderswo. Sie werden ermuntert, weit über die Pensionierung hinaus zu arbeiten. Das ist Teil der Strategie des Landes, Senioren und Seniorinnen nicht als Last, sondern als Bereicherung zu sehen. Ein Drittel der Bevölkerung Japans ist im Pensionsalter, und der demografische Wandel wird sich noch beschleunigen. Ein ganzes Land wird zum Altersheim, Gesundheitsversorgung und Pflege erfordern so viel Geld und Personal, dass Staat und Gesellschaft an ihre Grenzen stossen werden. Doch beim näheren Hinschauen zeigt sich ein differenzierteres Bild. Denn aussergewöhnlich viele alte Menschen in Japan sind noch fit und gesund. So beginnen auch Hochbetagte in Parks oder zu Hause im Wohnzimmer mit der so genannten «Radio-Übung» ihren Tag – eine zehnminütige Anleitung zur Gymnastik, die der der öffentlich-rechtliche Sender NHK jeden Morgen ausstrahlt. Und viele ältere Menschen möchten weiterarbeiten, was Staat und auch Wirtschaft unterstützen. Mit speziellen Programmen werden ausserdem Bevölkerung und Gesellschaft geschult, damit sie auf die Bedürfnisse von Dementen eingehen können. Hochmoderne Technologie schliesslich soll den Alten helfen, so lange wie möglich selbständig zu bleiben und kommt auch bei der Pflege zum Einsatz. Ein Zukunftsmodell für unsere Gesellschaften?
    9/18/2021
    28:32

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