Er war der mächtigste Mann der Welt, und er hat jeden Tag daran gearbeitet, sich selbst zu bezwingen. Mark Aurel, Kaiser des römischen Reiches, hätte tun und lassen können, was er wollte. Stattdessen schrieb er heimlich Notizen an sich selbst, Mahnungen, Erinnerungen, Übungen. Was wir heute als „Selbstbetrachtungen" kennen, war nie für fremde Augen gedacht. Es ist das intimste Zeugnis stoischer Philosophie, das wir haben. Sein Kern: Nicht was uns widerfährt entscheidet über unser Leben, sondern wie wir darauf reagieren. Äußere Umstände, andere Menschen, Schicksalsschläge, das alles entzieht sich unserer Kontrolle. Was bleibt, ist die innere Haltung. Klingt einfach, ist es aber nicht, wenn man ein Imperium regiert, Kriege führt und trotzdem jeden Morgen versucht, ein guter Mensch zu sein. Wie schafft man das? Und was können wir heute, zweitausend Jahre später, von diesem Kaiser noch lernen? Das erfahrt ihr in dieser Episode.
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