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Die sogenannte Gegenwart

DIE ZEIT
Die sogenannte Gegenwart
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  • Die sogenannte Gegenwart

    Kinofilm "Vaterland": Treffen sich Thomas Mann, Goethe und die AfD ...

    21/09/2026 | 1 h 11 min
    Frankfurt am Main und Weimar 1949: Der Schriftsteller Thomas Mann kehrt
    nach Jahren im kalifornischen Exil erstmals zurück nach Deutschland, um
    den Goethe-Preis entgegenzunehmen – und zwar gleich zweimal. Denn sowohl
    Westdeutschland als auch die DDR wollen ihn ehren, schließlich beginnt
    gerade der Kalte Krieg und damit die Ost-West-Rivalität.

    Der polnische Regisseur Paweł Pawlikowski erzählt in seinem Kinofilm
    »Vaterland« diese Episode. Hanns Zischler spielt Thomas Mann, Sandra
    Hüller die Tochter Erika, wie beide nach zwölf Jahren
    Nationalsozialismus durch das zerbombte Deutschland reisen, Alt-Nazis
    und Neu-Stalinisten begegnen und nach etwas suchen, was einmal
    Deutschland war, aber vielleicht auch nur im Kopf von Thomas Mann
    existiert hat. 

    Der Film hat fast etwas Gespenstisches, weil er sich anfühlt, als passe
    er mitten in unsere Gegenwart. Warum? Wo ist das mythische Deutschland
    Goethes, auf das sich Thomas Mann berief (»Wo ich bin, ist Deutschland«)
    und für das er selbst steht, eigentlich geblieben? Gab es das überhaupt
    je? Und wenn ja, kommt es aktuell, von rechts außen, womöglich wieder
    zurück?

    Diesen Fragen widmen sich Nina Pauer und Ijoma Mangold in einer neuen
    Folge des Feuilleton-Podcasts »Die sogenannte Gegenwart«.

    Shownotes:

    Thomas Mann: »Deutsche Hörer! Radiosendungen nach Deutschland.«
    Neuausgabe mit einem Vorwort und einem Nachwort von Mely Kiyak, S.
    Fischer, 2025.

    Ab dem 15.1.2025 sind Teile des Archivs von "Die sogenannte Gegenwart?"
    nur noch exklusiv mit einem Digitalabo der ZEIT zu hören – auf
    www.zeit.de/die-sogenannte-gegenwart, auf Apple Podcasts und auf
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  • Die sogenannte Gegenwart

    Macht Liberalismus einsam?

    07/09/2026 | 1 h 23 min
    Das Wort »Post« ist Latein und bedeutet »nach« – und schon seit vielen
    Jahren sind Intellektuelle geradezu verliebt in diese Vorsilbe. Bekannt
    und berüchtigt sind inzwischen Begriffe wie »Postmoderne« und
    »Postkolonialismus«. Aber was ist der »Postliberalismus«, von dem
    neuerdings alle reden?

    Die kurze Antwort: Der Postliberalismus ist eine politische Philosophie,
    die über den Liberalismus hinausgehen will. Die Postliberalen glauben,
    dass die Schwächen, Konstruktionsfehler und Leerstellen des Liberalismus
    verantwortlich sind für die politische und gesellschaftliche Großkrise,
    in der wir stecken – und er will Alternativen zu dieser Krise anbieten.
    Seine Gegenmittel: Tugend. Familie. Religion. Und ein guter Schuss
    Paternalismus. Der Postliberale will den einsamen Individualismus, der
    uns angeblich plagt, überwinden und stattdessen wieder eine gemeinsame
    Idee des Guten in den Mittelpunkt stellen. Eine Idee, auf die wir alle
    verpflichtet sind. Und zwar selbst dann, wenn wir ganz individuell gar
    keine Lust auf sie haben. Vielleicht will der Postliberale den
    Liberalismus sogar ganz abschaffen; das jedenfalls befürchten die
    (liberalen) Kritiker der postliberalen Philosophie.

    Egal wie man zu ihm steht: Der Postliberalismus gehört zu den
    wichtigsten Theorietrends der letzten Jahre. Vielleicht ist er
    tatsächlich die zentrale Leitidee einer neuen Gegenwart, die angebrochen
    ist, jetzt, wo die Anziehungskraft von Wokeness, Kulturkampf und
    Linksliberalismus schwindet. Der Einfluss (und die Gefährlichkeit) des
    Postliberalismus zeigt sich vor allem in den USA, wo zentrale Figuren
    der Trump-Regierung mit ihm verbunden sind: Vizepräsident JD Vance gilt
    als rechter Postliberaler, Verteidigungsminister Pete Hegseth hat beim
    postliberalen Politikwissenschaftler Patrick Deneen studiert.

    In der neuen Folge von »Die sogenannte Gegenwart« sprechen Ijoma Mangold
    und Lars Weisbrod über die angesagte Hype-Theorie aus der politischen
    Philosophie und fragen: Wie autoritär ist der Postliberalismus wirklich?
    Kann es auch einen linken Postliberalismus geben? Und was ist eigentlich
    das »gemeinsame Gut«, auf das wir uns verpflichten sollen? Müssen wir
    jetzt sonntags alle wieder in die Kirche gehen? Oder tut’s auch eine
    Gewerkschaftsmitgliedschaft?

    Und noch ein Hinweis:

    Am 14. Oktober kommt »Die sogenannte Gegenwart« für einen Livepodcast
    nach Düsseldorf. Tickets gibt es hier.

    Shownotes

    Wir sprechen über die Bücher
     

    - »Why Liberalism Failed« von Patrick Deneen aus dem Jahr 2018
    - »Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte« herausgegeben von
    Veith Selk und Julian Nicolai Hofmann und gerade erschienen bei
    Suhrkamp
    - dazu die Rezension im Deutschlandfunk von Nils Schniederjann
    - »Politics of Virtue« von John Milbank und Adrian Pabst aus dem Jahr
    2016

    Außerdem über die Aufsätze
     

    - »In search of the common good: The postliberal project Left and
    Right« von Stefan Borg – eine gute Einführung ins Thema 
    - »States that are essentially by-products« von Jon Elster. Der
    Aufsatz ist unter anderem in Elsters wichtigem Buch »Sour Grapes«
    von 1983 abgedruckt.

     

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Neuer Podcast: "Mission Kanye – ein Stadion für eine Nacht"

    07/08/2026 | 1 min
    Hören Sie den neuen Doku-Podcast der ZEIT unter www.zeit.de/mission und
    überall, wo es Podcasts gibt.

    Klodian Makashi soll ein Konzert des umstrittenen Rappers Kanye West in
    Albanien organisieren. Das Problem: Es gibt kein Stadion im Land, das
    groß genug ist. Seine Lösung: Dann bauen wir halt eins. Für eine einzige
    Nacht – und in zwei Monaten. 

    Zwischen Größenwahn, moralischen Fragen und Massenprotesten beginnt ein
    riskantes Mega-Projekt.

    "Mission Kanye" finden sie hier auf Apple Podcasts und hier auf Spotify.

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Warum ist Louis C.K. lustiger als Dieter Nuhr?

    27/07/2026 | 1 h 51 min
    Jede Zeit kennt ihre eigene Leitkunst. Lange war es die Literatur, die
    unsere Diskurse prägte, es waren Schriftsteller, die sich einmischten in
    politische Debatten. Dann übernahm das Theater diese Rolle, später der
    Film. Und im 21. Jahrhundert? Ist unsere Leitkunst die Comedy – das sagt
    der Feuilletonist und Autor Jens-Christian Rabe. In seinem neuen Buch
    »Komisch – Satire, Comedy und der Ernst der Lage« erzählt er davon, wie
    eine lange unterschätzte und geschmähte Form der Popkultur in den
    letzten 25 Jahren aufgestiegen ist zu einer Kunst eigenen Ranges – und
    wie Komiker die neuen Intellektuellen wurden. Was verrät dieser
    unaufhaltsame Aufstieg der Comedy über unsere Gegenwart? Und wann wird
    aus Comedy eigentlich Kunst? Geht es darum, dass der Komiker sich selbst
    verstrickt in die Pointen, die er reißt? Oder um die reine Lust am
    Unsinn?
    Das wollen die Podcasthosts Ijoma Mangold und Lars Weisbrod wissen – in
    der neuen Folge von »Die sogenannte Gegenwart« sprechen sie deswegen mit
    Jens-Christian Rabe über amerikanisches Stand-up, deutsches Kabarett und
    über die Schadenfreude, die vielleicht besser ist als ihr Ruf.
    Mit dieser Interviewfolge verabschiedet sich der Feuilletonpodcast in
    die Sommerpause – »Die sogenannte Gegenwart« kommt zurück am 7.
    September.
    Sie erreichen das Team unter gegenwart@zeit.de. 

    Shownotes
    Unsere Folge über Louis CK aus dem Jahr 2022: Können Männer lustig sein?
     

    Das Buch von Jens-Christian Rabe (Suhrkamp Verlag): »Komisch. Satire,
    Comedy und der Ernst der Lage«

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Eine Ankündigung

    12/01/2026 | 4 min
    In Kürze werden wir das Archiv von "Die sogenannte Gegenwart?" und
    vielen weiteren Podcasts der ZEIT exklusiv für unsere Abonnenten
    zugänglich machen.

    Die drei aktuellsten Folgen bleiben kostenlos und frei verfügbar. Alle
    älteren Folgen können Sie künftig mit einem Digital- oder Podcastabo der
    ZEIT hören, unter www.zeit.de/feuilletonpodcast, auf Apple Podcasts oder
    Spotify.

    Wenn Sie noch kein Abo haben, können Sie unter www.zeit.de/podcastabo
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    Euro im Monat. Sie erhalten damit nicht nur Zugriff auf das komplette
    Podcastarchiv der Zeit, sondern auch auf regelmäßige Bonusfolgen von
    "OK, America?", "Das Politikteil", "Verbrechen" und weiteren Podcasts.
    Außerdem können Sie mit dem Abo unsere teils preisgekrönten
    Podcastserien wie "Irma. Das Kind aus Srebrenica" oder "Friedrich Merz:
    Sein langer Weg zur Macht" hören.

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    Bei Fragen und Problemen schreiben Sie uns gerne an kontakt@zeit.de.

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Acerca de Die sogenannte Gegenwart
Was kommt nach dem Zeitalter der Wokeness? Leben wir schon in der posttherapeutischen Gesellschaft? Warum spielen Erwachsene heute so gern mit Lego? Und was verrät die Serie “White Lotus” über den Niedergang des Westens? Vom neuen Katholizismus bis zur KI, von Dark Academia bis zum Samba-Schuh von Adidas: Im Feuilleton-Podcast sprechen wir über die großen und die kleinen Phänomene, die unsere Zeit ausmachen – die ZEIT-Redakteure Nina Pauer, Ijoma Mangold und Lars Weisbrod begleiten die Hörerinnen und Hörer durch die Gegenwart. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists. Mehr hören? Dann testen Sie jetzt unser Podcast-Abo 4 Wochen gratis unter www.zeit.de/podcastabo. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten: www.zeit.de/mehr-hoeren
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